träumerisches

Nachtregen

Blick ins Tal

Mädchen im Martiniglas

Frühlingsnacht

Nachtregen 

Der Regen wäscht 
den Tag vom Leib 
ein Rinnsal erst 
vom Bach 
zum Fluss 
auf dem ich 
traumwärts treibe 

Im Düsterland 
ein Nebelfjord 
an dessen Strand 
ich sitze und 
verwirrte Briefe schreibe 

Der Regen spült 
die Zeilen fort 
führt mich 
zu meinem Zufluchtsort 
und wünscht sich 
dass ich bleibe

 

(Copyright: hendrik martin eißler)

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Blick ins Tal

Der Sonnenschein flutet das Land.

Steh dort wo ich als Kind schon stand. 
Am Lindenbaum, ich schau ins Tal, 
zum einhundert und x-ten mal.

Von oben meine Heimat sehen,
dem kurzen Müßiggang nachgehen. 
In meinem Kopf warten soviele 
Träume und Gedankenspiele.

Freund Pegasus ist heute hier, 
er stupst mich, tollt und spielt mit mir. 
Er lädt mich ein zu einem Ritt. 

Ich fliege eine Runde mit.

 

(Copyright: hendrik martin eißler)

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Mädchen im Martiniglas
(für Dita von Teese)

Faszinierend die Erscheinung,
voller dunkler  Eleganz,
blas geschminkt sind deine Züge,
voller Anmut ist dein Tanz.

Rot geschminkt sind deine Lippen
und dein Lachen, es verführt,
deine Blicke voll Erotik,
die wohl jeden Mann berührt.

Bist du Göttin oder Schlampe?
Eines weiß ich ganz genau.
Bist der Inbegriff für Sünde
durch und durch bist du ganz Frau.

Halbnackt  tanzt du auf der Bühne,
hast dich nach und nach enthüllt,
um im großen Glas zu baden
das mit Wasser angefüllt.

Du streifst ab was nicht benötigt
und du steigst hinein ins Glas,
räkelst dich darin verwegen
Macht das denn alleine Spaß?

Schöne Dita, lass mich träumen,
eine Frage hätte ich:
Ist im Glas an deiner Seite,
wohl noch etwas Platz für mich?

 

(Copyright: hendrik martin eißler)

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Frühlingsnacht 

Lenzlau blau 
weht Nachtwind mild 
zieht die Seelenstürme glatt 

Märzmatt hat 
die Schattenschlucht 
winterkaltgrau übersatt 

Maimond wohnt 
im Sternzelt mild 
wächst zum vollen Schicksalsblatt 

Glanzgold hold 
Furchtträumeflucht 
findet frühlingsnächtlich statt

 

(Copyright: hendrik martin eißler)

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Magisches Theater

inspiriert durch Hermann Hesse „Der Steppenwolf“

 

Anarchie in den Gedanken
lässt das traute Selbstbild wanken
von dem Wolf der einsam suchend
stetig flüchtig – stetig fluchend

Hier im magischen Theater
wächst Instinkt zu dem Berater
dass wer sich
durchs Leben windet
Wege zur Erkenntnis findet

Raum zum Leben – Raum zum Lachen
und den Wolf zur Beute machen
statt ein Opfer seiner Lügen
mich zersplittern – wieder fügen
wieder sammeln – mich vergießen
Vielfalt meiner Ichs genießen
um dem Weltenlauf zu höhnen
mit Humor dem Dasein frönen

Spiele zwischen Licht und Schatten
haben was wir niemals hatten
halten was wir schon verloren
leben – sterben – neu geboren

Statt Vernunft die uns entzückte
ist hier Platz nur für Verrückte
Vorhang auf im Seelenland
Eintritt kostet den Verstand

 

(Copyright:

hendrik martin eißler)