liebliches

Uneins

Immer mehr

Mondscheinmädchen

Schließ die Augen

Uneins 

Ein Zweisam 
im Gemeinsamtraum 
ich sehe 
dich und mich 
vom Wunsch erfüllt 
in bunt gehüllt 
das separate 
Ich 

Es gibt kein 
Uns 
es gibt kein 
Wir 
denn Zwei 
sind mehr als Eins 

Du bist ein 
Du 
ich bin ein 
Ich 
ein Uneins 
jeder Seins 

 

(Copyright: hendrik martin eißler)

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Immer mehr

Leben in der Illusion…


Ist es Liebe
wenn wir sagen
und uns fragen
ewiglich
und lebenslänglich?
Liebe ist
so schnell vergänglich

Ist die Liebe
denn ein Zimmer
das für immer
ohne Fenster 
ohne Blick
fern von der Realität
nur in einem Traum besteht?

Leben ohne Illusion…

Frei geboren
frei zu leben
frei zu lieben
das heißt Glück
dennoch zählt der Zwang die Tage
bringt den Traum nicht mehr zurück

Ist die Wahrheit wirklich schlimmer?

Keine Liebe zeigt sich immer
ist Realität oft schwer
liebe mich
nicht lebenslänglich
doch für immer
immer mehr

 

(Copyright: hendrik martin eißler)

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Mondscheinmädchen

Die Welt der blassen Farben

scheint auf dein Liebgesicht,
auf deinen nackten Köper,
so schön im fahlen Licht
liegst du an meiner Seite
und reißt die Nacht entzwei,
der Augenblick ist kostbar,
zu schnell geht er vorbei.

 

(Copyright: hendrik martin eißler)

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Schließ die Augen

Schließ die Augen, 

schau mich an. 
Schau ganz tief 
in meine Seele.

Schließ den Mund, 
rede mit mir. 
Rede Worte 
in mein Herz.

Schließ die Ohren, 
hör’ mir zu. 
Höre was ich 
sagen möchte.

Hände weg, 
berühre mich. 
Geh mir tief 
unter die Haut.

 

(Copyright: hendrik martin eißler)

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Magisches Theater

inspiriert durch Hermann Hesse „Der Steppenwolf“

 

Anarchie in den Gedanken
lässt das traute Selbstbild wanken
von dem Wolf der einsam suchend
stetig flüchtig – stetig fluchend

Hier im magischen Theater
wächst Instinkt zu dem Berater
dass wer sich
durchs Leben windet
Wege zur Erkenntnis findet

Raum zum Leben – Raum zum Lachen
und den Wolf zur Beute machen
statt ein Opfer seiner Lügen
mich zersplittern – wieder fügen
wieder sammeln – mich vergießen
Vielfalt meiner Ichs genießen
um dem Weltenlauf zu höhnen
mit Humor dem Dasein frönen

Spiele zwischen Licht und Schatten
haben was wir niemals hatten
halten was wir schon verloren
leben – sterben – neu geboren

Statt Vernunft die uns entzückte
ist hier Platz nur für Verrückte
Vorhang auf im Seelenland
Eintritt kostet den Verstand

 

(Copyright:

hendrik martin eißler)