natürliches

Schutzgebiet

Beinahe schon Stille

Das Erwachen

Der Wind

Der Hüter

Schutzgebiet

Ein grünes Schild, es teilt mir mit:

"Nicht weiter! Hier ist Schluss!
Dieses Gebiet bleibt menschenleer,
denn hier herrscht Landschaftsschutz."

So schön der Blick in die Natur,
sie wuchert frei und wild,
ist nicht gezähmt von Menschenhand,
Kein zugeschnitt‘nes Bild.

Ganz tief in mir, da wächst der Neid,
auf das, was man hier sieht.
Ach, wäre meine Seelenflur
doch Landschaftsschutzgebiet.

 

(Copyright: hendrik martin eißler)

 

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Beinahe schon Stille

 

Beinahe schon Stille

vom Waldrand her

zwitschern ein paar Vögel

ein leichter Wind

sonst nichts

 

Das hohe Gras

es kitzelt

beim Gehen

zwischen meinen Fingern

 

Niemand sagt mir…

Niemand fragt mich…

Niemand

 

Nur ich

im Zwiegespräch…

 

Mit Gott?

Mit der Natur?

Mit mir?

 

Und dann…

 

…endlich Stille

 

(Copyright: hendrik martin eißler)

 

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Das Erwachen

Der Frühling naht, der Winter scheidet,

in voller Pracht hat sich Natur
mit schönsten Farben angekleidet,
von Groll und Trübsinn keine Spur.

Erwache jetzt, du meine Seele,
die Winterzeit, sie ist vorbei.
Erheb’ das Wort und dann erzähle
von deiner Sehnsucht und sei frei.

Schwing dich hinauf zu Wolkenhügeln,
bau dir ein Schloss aus Luft und Traum.
Denn Fantasie ist nicht zu zügeln,
gib deinen Träumen Zeit und Raum.

Der Frühling naht, der Winter scheidet,
in voller Pracht hat dir die Welt
den Blütenteppich ausgebreitet,
damit dein Leben neu erhellt.

Erwache jetzt, du meine Seele,
die Dunkelheit, sie ist vorbei.
Erheb’ das Wort und dann erzähle
von deiner Zukunft und sei frei.

 

(Copyright: hendrik martin eißler)

 

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Der Wind

Keine Angst mein Kind, 

es ist nur der Wind, 
der mit Saus, der mit Braus, 
stürmisch klappert an dem Haus.

Es ist nur der Wind, 
reißt hinweg geschwind, 
was nicht fest an diesem Ort, 
nimmt er schnell mit sich hinfort.

Es weiß nur der Wind, 
wo die Dinge sind, 
die wir nachts manchmal vermissen, 
weil er sie hinweg gerissen.

Schlafe ruhig mein Kind, 
es ist nur der Wind.

 

(Copyright: hendrik martin eißler)

 

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Der Hüter

Ich ging zu Fuß durch die Natur, 

der Tag war hell und wunderschön. 
Da sah ich auf der weiten Flur, 
ein Engel, prächtig anzuseh‘n.

Und ich blieb stehen, kniete nieder, 
Ehrfurcht senkte mein starres Haupt. 
In meinem Herz erwachte wieder, 
was ich schon lange tot geglaubt.

„Ach, Engel schütze diese Felder, 
behüte diesen schönen Rain. 
Belebe Wiesen und die Wälder, 
segne die Tiere, Stock und Stein.

Belohne Jene, die beschwören, 
deine Natur und ihre Macht. 
Bestrafe Jene, die zerstören, 
die herrlich schöne Gottespracht.“

Der Engel schaute auf mich nieder, 
und drehte sich dann wortlos um. 
Denn die Natur kennt viele Lieder, 
für manche Menschen bleibt sie stumm.

 

(Copyright: hendrik martin eißler)

 

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