märchenhaftes

Freytagnacht

Die Lilas

Zauberwald

Das Zwergenfest

Isegrim

Freytagnacht

Im Falkenkleid
ins Abendrot entschweben,
schien Balders Licht
noch hell
und sittsam eben,
schenkt Freya nun
das Zauberelixier.

Brisingamen,
das Band der Zwergen Gier,
auf zarter Haut 
entblößt
die Lust zu leben.

Im Morgenlicht
wird Odin dir vergeben.

 

(Copyright: hendrik martin eißler)

 

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Die Lilas

Sie messen keine Elle groß,
die Lilas aus dem Lilaland,
für Menschenaugen unsichtbar,
verbleiben sie meist unerkannt.

Leis‘ schleichen sie durch diese Welt,
in kleinen Gruppen, nie allein,
meist vier, mal fünf, nur selten mehr,
so wandern sie im lila Schein.

Frau Vivo, sie führt ihren Trupp
des öfteren hier bei uns aus,
mit Purp, Herrn Blassblau und Frau Lett,
so tapsen sie durch unser Haus.

Sie wissen alles was geschieht,
wer lacht, wer zutiefst traurig ist
und sehen sie, dass jemand weint,
ergreifen sie die Lilalist.

Sie summen leis‘ ihr Lilalied,
es schleicht sich langsam in dein Ohr,
und hat es sich dort fest gesummt,
kommt dir die Welt gleich besser vor.

Die Fröhlichkeit kehrt schnell zurück,
vertreibt das dunkle Trauerloch,
der gute alte Lilatrick,
er funktioniert wohl immer noch.

Deshalb, wenn Weltenfrust dich drückt,
die Bitterkeit in dir einkehrt,
wenn Traurigkeit, die Seelenlast
den Mut zum Leben dir erschwert.

Dann rufe schnell den Nothilftrupp
der Lilas, eilig kommen sie
und bringen Trost und Fröhlichkeit
mit ihrer lila Melodie.

 

(Copyright: hendrik martin eißler)

 

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Zauberwald

.

Der Glanz, der durch die Äste bricht,
flutet den Wald mit Zauberlicht,
erweckt, was sonst nur tief versteckt,
im dunklen Wald heimlich verdeckt.

Wenn man die Blicke schweifen lässt,
sieht man das große Zwergenfest,
unter dem knorrig starken Baum,
und etwas weiter, wie ein Traum,

dort hinter‘m großen alten Stein,
ist heut‘ ein Elfenstelldichein.
Wenn sie den Tanz im Kreise machen,
hört man sie schwatzen, hört sie lachen.

Im Unterholz da raschelt was.
Ein Kobold macht hier seinen Spaß
mit mir. Er kichert frech und keck,
aus seinem Raschellaubversteck.

Ein Zauberer kreuzt meinen Schritt,
und geht ein Stückchen mit mir mit.
Freund Pegasus zwischen den Bäumen
liegt da und will den Tag verträumen.

Am kleinen See, ein schöner Platz,
die Nixe hütet ihren Schatz,
sie singt ein Lied mit schönem Klang,
ich lausche still ihrem Gesang.

Das Lied des Windes, was es sagt,
und wessen Sehnsucht es beklagt.
Von der Prinzessin, die allein,
von Liebe träumt im Erlenhain.

Zu lange wartet sie nun schon,
auf ihrem goldgeschmückten Thron,
auf einen Ritter hoch zu Ross,
der zu ihr kommt ins Zauberschloss.

Und eine Fee, sie kommt zu mir.
Sie sagt: "Komm mit, ich zeige dir,
den Weg der Liebe, der befreit,
die Herzen aus der Einsamkeit.

Schau, an der Wegeskreuzung vorn,
dort wartet auf dich ein Einhorn.
Ein Zauberschimmer seine Zier,
es bringt dich auf den Weg zu ihr.“

Der Ritt ist eilig, ohne Halt,
führt immer tiefer in den Wald.
Das Einhorn bringt mich dann sobald,
zu dir, schöne Zaubergestalt.

 

(Copyright: hendrik martin eißler)


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Das Zwergenfest

Im Zwergenreich, beim Wichtelgrund,

beginnt zur späten Abendstund’,
das jährlich große Zwergenfest,
das keine Wünsche offen lässt.

Es ist nur eine Stunde Ritt,
das letzte Einhorn nimmt uns mit,
die Gnome stehen schon Spalier,
und auch die Trolle sind schon hier.

Die Elfen, lieblich anzuseh’n,
die Hexen, die beisammen steh’n.
Der Zauberer und der Vampir,
in ihren Krügen schäumt das Bier.

Es tanzt der Werwolf mit der Fee,
die Nixen baden dort am See.
Kobolde machen ihren Spaß,
und spritzen gern die Gäste nass.

Der Drachen aus dem Schlossverlies,
macht Feuer unter’m großen Spieß,
und selbst der stille Rübezahl,
steigt schnell hinab ins Zwergental.

Im Mondlicht wird Musik gemacht,
getanzt, gefeiert durch die Nacht,
bis hin zur frühen Morgenstund’,
im Zwergenreich, im Wichtelgrund.

 

(Copyright: hendrik martin eißler)

 

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Isegrim

Isegrim, du Übeltäter,

unheilvolles Teufelstier,
hängst so sehr an deinem Leben,
keine Seele gönnt es dir.

Doch nur um des Hungers Willen
ist die Gier in dir erwacht.
Niemals solltest du ihn stillen,
wo der Feind besitzt die Macht.

Isegrim, du Mondanheuler,
Schäfchenmörder, schlechter Traum.
So wirst du ihn nie bekommen,
den ersehnten Lebensraum.

 

(Copyright: hendrik martin eißler)

 

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