heiteres

Die Nixe

Der Delphin

Hexen

Die Jungfrau

Ein Vampirgedicht

Die Nixe

Langsam steigt sie aus den Fluten, 

elegant und elfengleich. 
Ihre Gestik und ihr Anblick 
ist an Anmut ja so reich.

Spärlich sind die Wasserkleider, 
mehr enthüllt als wie verdeckt, 
und lässt mich als Mann erahnen, 
was dahinter wohl versteckt.

Wasser tropft aus ihren Haaren, 
jeder Tropfen ein Genuss, 
streichelt ihren schönen Körper, 
wie ein langer feuchter Kuss.

Heißer Blick aus ihren Augen. 
Wie lang hab‘ ich das vermisst? 
Und von weitem ruft der Kleine: 
„Weißt du, wo die Mama ist?“

 

(Copyright: hendrik martin eißler)

 

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Der Delphin

 

Hämisch grinsend liegt er hier

voller Gier

doch glaube mir

ich hab dieses Spiel durchschaut

er ist wahrlich gut gebaut

und wenn du mal ohne Mann

springt er dann

dich lüstern an

aus dem Nachttisch in dein Bett

er ist nett

und zeigt dir dann

was er doch so alles kann

 

Ja ich habe ihn durchschaut

und damit er sich nicht traut

mir

mit seinem süßen Lachen

meinen Platz streitig zu machen

habe ich ihn dir geklaut

und den Akku ausgebaut

 

Dadurch hab ich es geschafft

denn das süße Wundertier

liegt nun hier

nur noch zur Zier

und ist ohne Kraft noch Saft

 

(Copyright: hendrik martin eißler)

 

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 Hexen

Langsam kommt die Stadt zur Ruhe.

Dienerinnen dunkler Macht
öffnen die geheime Truhe
und verschwinden in die Nacht.

Jenseits von Fußgängerzonen,
weit entfernt vom Tageslicht,
wo die alten Geister wohnen
zeigt die Nacht ihr Spukgesicht.

Auf dem legendären Felsen,
wenn der Hexensabbat ruft,
schallt Gelächter aus den Hälsen
und durchdringt die stille Luft.

Hexenlieder, sie erklingen,
wie schon seit uralter Zeit,
und die Wesen, die sie singen,
reisen an von Nah und Weit.

In der Nacht, Walpurgas Erben,
treffen sich zum Ritual.
Keine Speise soll verderben
hier beim großen Hexenmahl.

Jeder Becher soll sich leeren.
Sie probieren manchen Fluch,
Tränke, Salben, Zauberbeeren
aus dem großen Hexenbuch.

Doch zu kurz die Nacht der Nächte,
schon vorbei das Hexenglück.
Dienerinnen dunkler Mächte
kehren in den Tag zurück.

Und dort treffen wir sie wieder
meist mit Lieblichkeit getarnt.
Doch erscheinen sie auch bieder,
guter Freund, so sei gewarnt.

Denn fast jedes zarte Wesen,
das dich liebevoll heimsucht,
besitzt Zauberbuch und Besen
und ein Spruch der dich verflucht.

 

(Copyright: hendrik martin eißler)

 

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Die Jungfrau

In den dunklen Neumondnächten,

hier am finsteren Altar,
huldigt man den dunklen Mächten,
und bringt gern ein Opfer dar.

Eine Jungfrau soll heut lassen,
rotes Blut für Satans Macht.
Voll Erwartung sind die Massen
auf das Opfer dieser Nacht.

Doch die Freude scheint entschwunden,
und noch blasser manch‘ Gesicht.
Denn man suchte viele Stunden,
eine Jungfrau fand man nicht.

Deshalb ist nicht zu bestreiten,
die Moral von der Geschicht‘:
Liebet besser euch beizeiten,
dann holt euch der Teufel nicht.

 

(Copyright: hendrik martin eißler)

 

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Ein Vampirgedicht

Vampire trifft man stets bei Nacht,

wenn der fahle Mondschein lacht.
Bei Sonnenschein und Tageslicht,
da trifft man die Vampire nicht.

Darum sind sie auch eher blass.
Denn Sonnenbaden macht kein Spaß,
wenn man vom Sonnenlicht erhellt,
ganz urplötzlich zu Staub zerfällt.

Auch meine Nacht war ohne Schlaf.
Bin blass wie einst der dunkle Graf.
Im Morgengrauen sitz ich hier,
und hoffe ich bin kein Vampir.

Sonst würd' auch ich zu Staub zerfallen.
Das würde mir nicht recht gefallen.
Könnt' nicht von Nacht und Tag mehr zehren.
Man könnt' mich unter'n Teppich kehren.

Darum bin ich, so glaubt es mir,
lieber ein Mensch als ein Vampir.

 

(Copyright: hendrik martin eißler)

 

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Hierzu durfte ich mit dem Gedicht "Leandro" meinen Beitrag leisten