Halbmond

                                             (ein lyrisches Duett)

 

                     Er:                                                       Sie:

 

Der Halbmond hat uns angelacht,
die Nacht führt mich zu dir.
Ein Bild, von Göttern wohl erdacht,
so schön stehst du vor mir.

 

Im Halbmondschatten gut versteckt,
damit uns niemand hier entdeckt,
so schwören wir den letzten Schwur,
ihn kennt der Halbmond nur.

 

Bereit zu nehmen diesen Trank,
du trägst dein schönstes Kleid.
Mein Herz, vor Sehnsucht nach dir krank,
trägt schwer an unserm Leid.


Beisammen sind wir heute Nacht,
sobald der neue Tag erwacht
gibt es nichts mehr, das uns entzweit,
die Liebe kennt kein Leid.


In dieser Welt gibt es kein Land
der Liebe für uns zwei.
Mein Liebling, reich mir deine Hand,
die Nacht, sie macht uns frei.


Halb dunkel und zur Hälfte Licht,
so zeigt das Leben sein Gesicht.
Die Nacht, sie lacht, der Tag, er weint,
die Ewigkeit vereint


Nun reiche mir den vollen Krug,
ich trinke voller Gier.
Die Hälfte davon ist genug,
denn du teilst ihn mit mir.


Nur eine Hälfte, sie ist mein,
für immer will ich bei dir sein,
so folge ich an deiner Hand,
dir in das fremde Land.


Schon bald erwacht die heiße Glut,
nichts mehr was uns dann trennt.
Das Gift, es fließt durch unser Blut,
wie Feuer, das verbrennt.

 

Im Reich der Schatten nicht allein,
denn du bist mein und ich bin dein.
Die Halbmondnacht, sie macht uns zwei
für Ewigkeiten frei.


 

(Copyright: hendrik martin eißler)

 

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